Landesklasse Nord PSV I – Lindow 02 5,5 – 2,5

Landesklasse Nord 2017/2018, 3. Runde PSV Mitte I gegen SC Lindow 02

5,5 : 2,5

 

Das Heimspiel in der 3. Runde der LK Nord stand im Kampf um den möglichst schnellen Wiederaufstieg in die Landesliga für die 1. Mannschaft als Pflichtsieg auf dem Plan.

 

Unsere Erste trat in voller Besetzung an, die Gäste hingegen waren stark ersatzgeschwächt. Vor allem an den hinteren Brettern waren die DWZ-Unterschiede doch recht groß. Dennoch wurde es ein spannender Kampf, denn so eindeutig wie im Endergebnis zu sehen, sah es erst ziemlich spät aus.

 

Zuerst lieferte Mannschaftskapitän Hans Rackowiak eine auch für ihn enttäuschende Partie ab. Sein Gegner hatte eine DWZ von 1481, tauschte alles ab und spielte sichtlich auf Remis. Hans konnte das nicht verhindern, hätte freilich nach dem Remisangebot des Gegners noch etwas „kneten“ können, Vorteil dafür hatte er aber nicht wirklich.

 

Tyron Milare und Heiko Schäfer hatten danach ihre Gegner recht schnell besiegt, Tyron dabei mit einer sehr souverän vorgetragenen Partie. Ruck-zuck beherrschte er das Zentrum, schnürte als Weißer den Gegner mit einem Bauern auf d6 ein und gewann durch einen gegnerischen Fehler schnell eine Figur, 1:0.

Heiko lehnte in wenig vorteilhafter Stellung Remis ab und gewann schließlich mit seinen gewohnt klugen und zwingenden Angriffszügen. Somit stand es 2,5:0,5.

Kristof Illner hatte mit Schwarz gegen den starken Polen Walter Schatz (DWZ 2292) eigentlich nie eine richtige Chance, verlor leider folgerichtig.

An Brett 2 hatte Carsten Kühne mit Weiß nach einem wenig geglückten Damenbauernspiel seinem Gegner gute Möglichkeiten und Initiative überlassen, meinte einen Bauerverlust kombinatorisch kompensieren zu können, verrechnete sich aber dabei. Das Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern bei einem Minusbauern rettete er aber sehr gekonnt in das Remis. Und dies war wirklich nicht einfach, muss man auch können!

An Brett 8 spielte Helmut Pönisch wieder einmal mit Weiß gegen eine sizilianische Verteidigung seiner Gegnerin. Natürlich Drachenvariante, hat jemand da noch Fragen zum Ergebnis? Schließlich hatte seine Gegnerin nur die Wahl zwischen Aufgabe und Zeitüberschreitung. Wer jetzt noch gegen Helmut den „Drachen“ spielt, ist selbst schuld! Macht man einfach nicht!

Adrian Faust an Brett 6 hatte seinen Gegner mit Weiß in der Eröffnung ziemlich bald überspielt, vergab dann aber allmählich seinen klaren Vorteil. Im Endspiel mit gleichfarbigen Läufern und Mehrbauern bewies er aber dann doch seine Cleverness, brachte vor allem immer wieder neue Ideen ein und gewann schließlich verdient.

Blieb noch Steven Grigoleit an Brett 7. Seine Gegnerin war mit der DWZ von 1639 nominell deutlich schwächer, aber auch sie zeigte an dem Tag, dass DWZ nicht alles ist! Steven hatte als Schwarzer in der Sizilianischen Verteidigung zwar immer etwas mehr vom Spiel, im Mittelspiel tat er sich dann aber schwer. Es ergab sich dann ein Bauernendspiel (2 gegen 1 Bauer am Damenflügel), welches Steven technisch gekonnt zum Remis abwickeln konnte. Sicher hatte er sich insgesamt mehr erhofft.

Insgesamt ging der Sieg in der Höhe in Ordnung, er war aber auch wieder schwer erkämpft.

Damit bleibt die 1. Mannschaft Spitzenreiter in der LK Nord. Am 10.12.17 geht es dann gegen Rochade Potsdam, Neuauflage eines Prestige-Wettkampfes!

 

Bericht von Hans Rackowiak (Mannschaftsleiter)

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